21.02.2012 | 15:11 Uhr

Erstmals weniger Hartz IV-Klagen - Richter: Noch keine Trendwende

KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Kassel vor.

"Endlich", kommentierte Thomas Voelzke, Vorsitzender Richter am BSG, diese Entwicklung. Von einer Trendwende zu sprechen, sei aber noch zu früh. Die Eingangszahlen seien immer noch extrem hoch, und das Thema Hartz IV mache einen großen Teil der Arbeit der Sozialgerichte aus.

In nahezu allen Bundesländern habe es weniger Klagen von Hartz-IV-Empfängern gegeben. Lediglich im Gebiet von Berlin und Brandenburg sowie in Schleswig-Holstein verzeichneten die Sozialgerichte demnach noch immer einen leichten Anstieg. Unverändert ist ein Ost-West-Gefälle: In den neuen Bundesländern, in denen die Arbeitslosigkeit höher ist, gibt es nach wie vor die meisten Verfahren. Die nach dem früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz benannte Reform war zum Jahreswechsel 2004/2005 in Kraft getreten.

Thematische Schwerpunkte der Rechtsprechung zu Hartz IV seien die Bedarfsberechnung sowie das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen gewesen, sagte Voelzke. Bis zum Bundessozialgericht kommen allerdings nur wenige Verfahren - statistisch gesehen nur 1 von 850. Die Aussichten auf Erfolg sind aber eher schlecht. Die Revisionsverfahren blieben 2011 für die Versicherten oder Hartz-IV-Empfänger in zwei von drei Fällen erfolglos.

Insgesamt gingen beim Bundessozialgericht im vergangenen Jahr 3297 Revisionen, Klagen und Nichtzulassungsbeschwerden ein. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Zunahme von 6,9 Prozent. Trotzdem konnte die Verfahrensdauer verkürzt werden: Im Durchschnitt wurden Revisionen innerhalb von acht Monaten erledigt, im Vorjahr hatten Verfahren noch einen halben Monat länger gedauert.

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Fonds

  • 27.02.2012 | 13:39 Uhr

    ANALYSE: Aktien trotz kurzer Stimmungsabkühlung weiter im Aufwind - Sentix

    LIMBURG (dpa-AFX) - Trotz einer kurzzeitigen Stimmungsabkühlung dürften die deutschen Aktien auf mittlere Sicht wieder zulegen. "Die Wertwahrnehmung steigt stetig weiter und bereitet den Boden für neue Investments", schrieb Sentix-Analyst Patrick Hussy in einer aktuellen Studie. "Die Anleger setzen ihre Meinung in Form von Zukäufen auch um und erkennen in den immer noch schlummernden Griechenland-Problemen keine ernsthafte Bedrohung mehr."

  • 24.02.2012 | 15:24 Uhr

    INDEX-MONITOR: Xstrata mit guten Chancen auf Aufstieg in Stoxx Europe 50

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Xstrata haben im März eine gute Chance für eine Aufnahme in den Stoxx Europe 50 . Nach Rio Tinto , Anglo American und BHP Billiton befände sich damit ein vierter Bergbaukonzern in dem währungsgemischten europäischen Index. Im EuroStoxx 50 stehen nach Expertenmeinung hingegen im kommenden Monat keine Änderungen an. Die Stoxx-Indizes werden Ende des Monats nur nach den so genannten außerordentlichen "Fast-Exit"- und "Fast-Entry"-Regeln überprüft. Änderungen werden am 1. März nach dem US-Handelsschluss bekannt gegeben. Wirksam werden sie ab Montag, 19. März.

  • 24.02.2012 | 12:21 Uhr

    WDH/'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    (In der Meldung vom 23.2.2012 von 19.51 Uhr wurde im dritten Absatz der 2. Satz geändert. Die "Financial Times Deutschland" hat klargestellt, dass die zuvor genannte Person nicht für den Trianon-Kauf zuständig war.)

  • 24.02.2012 | 11:01 Uhr

    DSW: Privatanleger von Umschuldung in Griechenland ausnehmen

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Anlegerschützer in Deutschland und Europa haben die griechische Regierung aufgefordert, Privatanleger von der vereinbarten Umschuldung auszunehmen. Diese Investoren seien an den Verhandlungen nicht beteiligt worden und würden nun vor vollendete Tatsachen gestellt, schrieben die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und weitere Anlegerschutzvereinigungen in Europa am Freitag in einem offenen Brief an den griechischen Regierungschef Lucas Papademos und den Parlamentspräsidenten. Die Politik habe sich allein mit den Banken auf den freiwilligen Forderungsverzicht von 53,5 Prozent geeinigt.

  • 23.02.2012 | 19:58 Uhr

    'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für Morgan Stanleys Immobilienfondsanleger: Nach mühsamer Suche hat die US-Bank laut einem Pressebericht einen Käufer für das Frankfurter Hochhaus Trianon gefunden. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) sollen die knapp 57 Prozent an dem Gebäude, die dem Morgan-Stanley-Fonds P2 Value gehören, an die Deutschland-Tochter des US-Fonds Madison gehen. Sowohl Morgan Stanley als auch Madison Real Estate lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.

  • 23.02.2012 | 14:03 Uhr

    ANALYSE/Rothschild: Konsum macht Schwellenländer-Investments attraktiv

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwellenländer dürften Experten zufolge für Anleger in diesem Jahr wieder zunehmend interessant werden. Als Grund dafür wird das enorme Konsumpotenzial, vor allem in Asien, gesehen. Der private Verbrauch werde "Haupttreiber des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets über die nächsten Jahrzehnte" sein, sagte Thomas Gerhardt, Leiter des Schwellenländerteams der französischen Fondsgesellschaft Edmont de Rothschild, am Donnerstag in Frankfurt. Das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur sowie der wachsende Anteil arbeitender und besser verdienender Menschen seien in diesen Regionen "multiplikativ miteinander verknüpft" und verstärkten so die Entwicklung.

  • 23.02.2012 | 10:19 Uhr

    Deutschland: Private Insolvenzen nur leicht rückläufig

    HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.

  • 22.02.2012 | 18:04 Uhr

    ROUNDUP/Nach Kritik: Deutsche Bank begräbt 'Todeswette'

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene "Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März 2015 hat.

  • 22.02.2012 | 15:41 Uhr

    Kritik an 'Todeswette': Deutsche Bank bietet Ausstieg aus Fonds an

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite für die Investoren.

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