21.03.2012 | 14:09 Uhr

ROUNDUP: Zehntausende streiken in NRW und Berlin - Nahverkehr lahmgelegt

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa-AFX) - Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch in Nordrhein-Westfalen und Berlin Millionen Menschen getroffen. Zehntausende Mitarbeiter traten in Nordrhein-Westfalen in den Ausstand. Sie legten den öffentlichen Nahverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland weitgehend lahm. Das befürchtete Verkehrschaos blieb jedoch aus. Viele städtische Kitas blieben geschlossen. Der Müll wurde nicht abgeholt. Erstmals wurde auch in Berlin gestreikt - allerdings in erheblich kleinerem Umfang.

Eine Woche vor der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam blieben die Fronten aber verhärtet. Die Arbeitgeber wollen ihr bisheriges Angebot trotz der Gewerkschaftsdrohung mit einem Flächenstreik nicht nachbessern. "Wir werden kein weiteres Angebot vorlegen, sondern wir wollen am 28./29. März zu einem Erg

Verdi fordert für die bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber bieten bisher für zwei Jahre 3,3 Prozent.

An den NRW-Warnstreiks vor zwei Wochen hatten sich laut Verdi 55 000 Beschäftigte beteiligt. Diesmal sollte die Zahl der Streikenden erhöht werden. In den Großstädten Düsseldorf und Köln sowie in den Ruhrgebietsmetropolen traten Bus- und Straßenbahnfahrer mit Beginn der Frühschicht in den Ausstand. Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem erfolgreichen Start des 24-Stunden-Streiks.

In Berlin holte die Stadtreinigung (BSR) den Müll nicht ab. Arbeitsniederlegungen waren auch für Beschäftigte im Kanzleramt, in der Bundestagsverwaltung und in Arbeitsagenturen angekündigt. Anders als in NRW fuhren aber Busse und Bahnen.

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Fonds

  • 29.03.2012 | 16:06 Uhr

    EU verschärft Kontrolle über Derivate-Handel

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der außerbörsliche Handel mit Derivaten wird in der Europäischen Union strenger kontrolliert. Das Europäische Parlament beschloss am Donnerstag in Brüssel eine Verordnung, mit der vor allem die entsprechenden Kompetenzen der Europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA gestärkt werden. Mit der stärkeren Kontrolle der Finanzinstrumente, die über den Schalter hinweg gehandelt werden, zieht die EU eine Konsequenz aus der Finanzkrise von 2007. Der Handel mit diesen undurchsichtigen Finanzprodukten gilt als einer der Hauptauslöser der Krise.

  • 29.03.2012 | 12:41 Uhr

    DIW: Immer mehr junge Erwachsene leben von Niedriglohn

    BERLIN (dpa-AFX) - Jeder dritte junge Erwachsene in Deutschland muss mit Einkommen unter der Niedriglohn-Schwelle auskommen. Wie aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht, steigt der Anteil der Geringverdiener bei jüngeren Arbeitnehmer deutlich stärker als im deutschen Durchschnitt. Nicht einmal jeder zweite schaffe innerhalb von fünf Jahren den Aufstieg auf ein höheres Einkommensniveau, sagte Wissenschaftler Daniel Schnitzlein. Dennoch hätten sie gerade bei guter Bildung und in großen Unternehmen deutlich bessere Aufstiegschancen als ihre älteren Kollegen. Die Niedriglohngrenze liegt bei zwei Drittel des Durchschnittslohns.

  • 29.03.2012 | 10:05 Uhr

    IPO/Ernst & Young: Nach schwachem Jahresstart optimistisch für Börsengänge

    STUTTGART (dpa-AFX) - Der weltweite Markt für Börsengänge ist einer Studie von Ernst & Young schwach ins Jahr 2012 gestartet. Wie eine Analyse des Wirtschaftsprüfers und Beratungsunternehmens ergab, fanden in den ersten drei Monaten des Jahres weltweit nur 157 Börsengänge (Initial Public Offerings, kurz IPO) statt, bei denen insgesamt 14 Milliarden US-Dollar erlöst wurden. Im Vorjahr waren in diesem Zeitraum noch 296 Börsengänge mit einem Volumen von 47 Milliarden US-Dollar gezählt worden.

  • 28.03.2012 | 15:26 Uhr

    ROUNDUP/Athener Schuldendrama: Kreditausfallversicherungen ausgezahlt

    NEW YORK/FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Auszahlung der umstrittenen Kreditausfallversicherungen auf griechische Staatsanleihen ist reibungslos über die Bühne gegangen. In der Finanzkrise 2008 hatten diese Finanzinstrumente nach der Lehman-Pleite Schockwellen ausgelöst - deshalb wollten EU-Politiker zunächst vermeiden, dass sie beim griechischen Schuldenschnitt fällig werden. Doch am Ende sind lediglich 2,89 Milliarden US-Dollar (2,17 Mrd Euro) netto an Anleger geflossen, die sich mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS) gegen einen Zahlungsausfall Griechenlands abgesichert hatten. Das geht aus Angaben der Derivate-Handelsplattform DTCC hervor.

  • 28.03.2012 | 13:09 Uhr

    DSW gründet 'Arbeitsgemeinschaft Griechenland Anleihen'

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will die Interessen der Kleinanleger von griechischen Staatsanleihen künftig stärker bündeln. Hierzu sei eine Arbeitsgemeinschaft Griechenland Anleihen (AGA) gründet worden, teilten die Düsseldorfer Aktionärsschützer am Mittwoch mit.

  • 28.03.2012 | 12:59 Uhr

    ANALYSE/Börse Stuttgart: ETF-Anleger machen Kasse in den Schwellenländern

    STUTTGART (dpa-AFX) - Anleger börsengehandelter Fonds (ETFs) haben in der vergangenen Woche weiterhin auf klare Signale von den Finanzmärkten gewartet. Angesichts nachgebender Kurse an den deutschen und europäischen Aktienbörsen nahmen sie sowohl bei Fondsprodukten auf den Dax als auch den EuroStoxx 50 keine klare Position ein. Käufer und Verkäufer hielten sich bei jenen Produkten in der Zeit zwischen dem 19. und 23. März die Waage. Der marktübergreifende Umsatz lag mit 88,6 Millionen Euro ein Stück weit unter dem Jahresdurchschnitt von knapp über 100 Millionen.

  • 27.03.2012 | 14:51 Uhr

    GESAMT-ROUNDUP: Hohe Benzinpreise dämpfen Stimmung der Verbraucher

    NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die hohen Preise für Benzin und Diesel dämpfen die bislang anhaltend gute Stimmung der Verbraucher. Zwar schätzten die Bürger die konjunkturelle Entwicklung zuletzt etwas positiver ein, auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen blieb nahezu unverändert. Doch die Einkommenserwartung nahm spürbar ab, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg unter Verweis auf seine monatliche Konsumklimastudie mitteilte. Der Gesamtindex für April geht deshalb zum ersten Mal seit einem halben Jahr leicht zurück, von 6,0 auf 5,9 Punkte.

  • 26.03.2012 | 12:41 Uhr

    Kreditwirtschaft will Beipackzettel für Finanzanlagen überarbeiten

    BERLIN (dpa-AFX) - Banken und Sparkassen wollen die "Beipackzettel" für ihre Finanzprodukte überarbeiten, um die Anleger besser zu informieren. Damit reagierten sie auf massive Kritik an den Informationsblättern. "Ich begrüße die selbstkritische Haltung der Bankenverbände, die Verbesserungsbedarf bei den Beratungsprotokollen und Produktinformationsblättern eingeräumt haben", betonte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am Montag.

  • 26.03.2012 | 12:39 Uhr

    ANALYSE: Unbehagen an Aktienmärkten wächst - Sentix

    LIMBURG (dpa-AFX) - Die Frühlingsgefühle an den Börsen sind innerhalb weniger Tage verflogen. Auf mehreren Feldern wächst laut Sentix weiter das Unbehagen und die Aktienmärkte gingen "endlich in die überfällige Korrektur". Dabei differenzierten die Anleger aber deutlich zwischen den Märkten und Anlageregionen, schreibt Analyst Patrick Hussy in seiner aktuellen Studie. Die Investoren begännen, sich verstärkt Gedanken um eine Neuausrichtung zu machen. Für die US-Technologieaktien etwa steige die mittelfristige Wertwahrnehmung, für den chinesischen Aktienmarkt komme deutliche Ernüchterung auf. Hier hätten sich die relativen Perspektiven verschlechtert.

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