MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Schuldenschnitt für Griechenland dürfte den
deutschen Steuerzahler Milliarden kosten. Allein die sogenannte Bad Bank der
verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), die FMS Wertmanagement,
dürfte nach Angaben aus Finanzkreisen zu Abschreibungen in einem Volumen von 6
bis 8 Milliarden Euro gezwungen sein. Ein FMS-Sprecher konnte die genauen Folgen
am Dienstag in München allerdings noch nicht beziffern.
Ende Januar hatte der Chef der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung
(FMSA), Christopher Pleister, im Haushaltsausschuss des Bundestages erklärt, er
rechne bei einem Schuldenschnitt für Griechenland von 50 Prozent damit, dass die
FMS Wertmanagement einen zusätzlichen Verlust von 6 Milliarden Euro verbuchen
müsse. Nun fällt der Schnitt mit 53,5 Prozent höher aus.
Für die bei der FMS Wertmanagement entstehenden Verluste muss der staatliche
Bankenrettungsfonds Soffin geradestehen - in letzter Konsequenz also der
Steuerzahler. Zum 30. Juni hielt die FMS noch griechische Papiere im Nominalwert
von 7,2 Milliarden Euro. Die Berechnung der konkreten Belastung ist allerdings
recht kompliziert, denn dazu kommen noch Kredite an griechische Schuldner und
etwa Derivate.
Auch der geplante Umtausch von Staatsanleihen in Papiere mit einer
niedrigeren Verzinsung wird zusätzlich Geld kosten. Seit ihrem Start hat die FMS
bereits Verluste von fast 3,7 Milliarden Euro verbucht und damit den Rahmen
ihrer ursprünglichen Ausstattung fast aufgebraucht.
In die Abwicklungsanstalt hatte die HRE im vergangenen Herbst Risikopapiere
im Wert von 175 Milliarden Euro ausgelagert, um so einen Neustart zu schaffen.
Die FMS soll die Papiere schrittweise möglichst wieder zu Geld
machen.
22.02.2012 | 21:14 Uhr
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Mittwoch im
Handelsverlauf Gewinne verzeichnet. Grund seien Spekulationen, dass die
griechische Schuldenkrise durch das gerade verabschiedete Rettungspaket nicht
gelöst werde, sagten Händler.
22.02.2012 | 17:32 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen sind am Mittwoch gestützt
durch schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone gestiegen. Der richtungsweisende
Euro-Bund-Future kletterte um 0,43 Prozent auf 138,55 Punkte.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,87 Prozent.
22.02.2012 | 14:55 Uhr
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Mittwoch zu
Handelsbeginn überwiegend gestiegen. Lediglich zweijährige Anleihen blieben
unverändert. Nach den jüngsten Kursverlusten habe eine Gegenbewegung eingesetzt,
sagten Händler. Zudem werde eine schwache Eröffnung der Aktienmärkte erwartet.
Im weiteren Handelsverlauf werden noch die Daten zu den Verkäufen bestehender
Häuser veröffentlicht.
22.02.2012 | 13:41 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen sind am Mittwoch gestützt
durch schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone gestiegen. Der richtungsweisende
Euro-Bund-Future kletterte um 0,27 Prozent auf 138,33 Punkte.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 1,88 Prozent.
22.02.2012 | 09:27 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die nationalen Notenbanken der Eurozone werden sich
Kreisen zufolge bei einem Schuldenschnitt Griechenlands schadlos halten. Zu
diesem Zweck tauschen sie derzeit die griechischen Anleihen aus ihren
Investment-Portfolios in neue Papiere, die von möglichen Umschuldungsklauseln
nicht betroffen wären. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit
Berufung auf EU-Offizielle. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dazu keine
Stellungnahme abgegeben. Die EZB selbst hatte bereits in der vergangenen Woche
einen entsprechenden Anleihetausch vollzogen.
22.02.2012 | 09:01 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen sind am Mittwoch mit
Kursverlusten in den Handel gegangen. Belastende Impulse kamen laut Händlern von
den asiatischen Aktienmärkten, die überwiegend fest tendierten. Der
richtungsweisende Euro-Bund-Future sank am Morgen um 0,15
Prozent auf 137,75 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um
eine Stelle auf 1,99 Prozent.
21.02.2012 | 21:04 Uhr
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Dienstag im
Handelsverlauf gefallen. Man schaue etwas zuversichtlicher auf Europa, nachdem
sich die Euro-Finanzminister auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland
geeinigt hätten, sagten Händler. Die Nachfrage nach den als sicher geltenden
US-Anleihen sei daher etwas gesunken. Griechenland dürfte jedoch auch künftig
für Verunsicherung sorgen, da die Schuldentragfähigkeit nach Einschätzung vieler
Ökonomen auch nach dem Schuldenschnitt noch nicht gewährleistet ist.
Marktbewegende Konjunkturdaten wurden in den USA nicht veröffentlicht.
21.02.2012 | 18:34 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag
nach der Einigung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland gefallen. Der für
den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future sank um
0,09 Prozent auf 137,85 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag
bei 1,924 Prozent.
21.02.2012 | 12:47 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Saatsanleihen sind am Dienstag
nach der Einigung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland gefallen. Der für
den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um
0,06 Prozent auf 137,89 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag
bei 1,912 Prozent.