DOHA (dpa-AFX) - Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat im Fall
eines Engpasses an den Ölmärkten eine deutliche Ausweitung des Fördermenge in
Aussicht gestellt. Nach Aussagen von Naimi vom Dienstag wird der weltweit
wichtigste Öllieferant in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen
Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern. Falls notwendig könne Saudi-Arabien aber
die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen, falls an den
Ölmärkten ein Engpass auftreten sollte, sagte Naimi in Doha.
Den jüngsten Höhenflug der Ölpreise erklärte der saudische Ölminister mit
einer "ungerechtfertigten Furcht" vor einem Engpass an den Ölmärkten. Zuvor
wurde bereits bekannt, dass Saudi-Arabien mit einer Ausweitung seiner
Fördermenge den Höhenflug der Ölpreise stoppen und einen Preisrückgang einleiten
will. Hierfür sollen künftig die Ölexporte in die USA ausgebaut und zuletzt
stillgelegte Ölfelder reaktiviert werden, berichtete die "Financial Times" mit
Bezug auf eine Mitteilung der saudischen Regierung vom Vortag. Das Königreich
wolle die Ölpreise aus Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft wieder auf
"ein faires Niveau" zurückführen, zitiert die Zeitung aus einem
Kabinettsbeschluss.
Die Ölpreise reagierten zunächst mit deutlichen Verlusten auf die Meldungen
aus Saudi-Arabien. Zeitweise verloren die Preise für US-Rohöl und Rohöl der
Nordseesorte Brent etwa zwei US-Dollar. Am Nachmittag erholten sich die Ölpreise
wieder etwas. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai
kostete zuletzt 124,14 US-Dollar. Das waren 1,57 Dollar weniger als am Montag.
Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur
April-Lieferung rutschte um 1,70 Dollar auf 106,39 Dollar.
23.03.2012 | 09:43 Uhr
PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Internationale Energieagentur IEA plant
derzeit keine koordinierte Freigage der strategischen Ölreserven, um auf die
hohen Ölpreise zu reagieren. "Die IEA wurde gegründet, um auf ernste Störungen
des Angebots zu reagieren", schreibt IEA-Chefin Maria van der Hoeven in einer
Stellungnahme vom späten Donnerstagabend. Da derzeit keine derartigen Störungen
absehbar seien, werde auch keine Freigabe der Ölreserven erwogen. Ebenso sei es
verfrüht, auf die Freigabe in einzelnen Ländern zu spekulieren, so van der
Hoeven.
22.03.2012 | 18:08 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag deutliche
Verluste verbucht und sind auf den tiefsten Stand seit einer Woche gefallen.
Konjunktursorgen um China und die Eurozone drückten die Risikobereitschaft an
den Finanzmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung
im Mai kostete gegen am späten Nachmittag 122,65 US-Dollar. Das waren 1,53
Dollar weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas
Intermediate (WTI) gab um 2,29 Dollar auf 104,98 Dollar nach.
22.03.2012 | 12:55 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Konjunktursorgen um China und die Eurozone
haben die Ölpreise am Donnerstag belastet. Eine unerwartete Stimmungseintrübung
unter den Einkaufsmanagern sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen
Mittag 123,34 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis
für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,20 Dollar auf
106,07 Dollar.
22.03.2012 | 07:27 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag schwächer tendiert.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am
Morgen 123,57 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis
für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 81 Cent auf
106,46 Dollar.
21.03.2012 | 19:18 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch
uneinheitlich entwickelt. Während die Nordseesorte Brent leichte Verluste
verbuchte, konnte US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zulegen und
sich von den starken Vortagesverlusten erholen. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur
Auslieferung im Mai kostete am frühen Abend 123,98 US-Dollar und damit
geringfügig weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass WTI zur
April-Lieferung stieg dagegen um 80 Cent auf 106,87 Dollar.
21.03.2012 | 13:43 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem
kräftigen Rückschlag vom Vortag zu einer leichten Erholung angesetzt. Ein Barrel
(159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Mittag 124,31
US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der
US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 30 Cent auf 106,37
Dollar.
21.03.2012 | 12:51 Uhr
BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Die Mineralölkonzerne haben Autofahrer an der
Tankstelle in den vergangenen Monaten viel stärker zur Kasse gebeten, als es
allein durch die höheren Ölpreise gerechtfertigt wäre. Das ist das Ergebnis
einer Studie des Hamburger Energie-Experten Steffen Bukold im Auftrag der
Bundestagsfraktion der Grünen, über die zuerst die "Saarbrücker Zeitung"
(Mittwoch) berichtet hat. Danach ist der Preis für Superbenzin in den
vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent pro Liter gestiegen. Aber nur 6,6 Cent pro
Liter ließen sich durch höhere Rohölpreise oder einen veränderten Wechselkurs
Euro/Dollar erklären. 4,7 Cent hätten die Konzerne somit zusätzlich
aufgeschlagen.
21.03.2012 | 07:29 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch leicht von ihren
starken Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte
Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 124,51 US-Dollar. Das waren 39 Cent
mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas
Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 53 Cent auf 106,60 Dollar.
20.03.2012 | 18:34 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat die Ölpreise am Dienstag
unter Druck gebracht. Der weltweit wichtigste Lieferant will den jüngsten
Preisauftrieb mit verstärkten Exporten in die USA stoppen. Ein Barrel (159
Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag
124,14 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar weniger als am Montag. Das Fass der
US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung verbilligte sich um
1,89 Dollar auf 106,20 Dollar.