20.02.2012 | 07:08 Uhr
Renminbi - die neue Weltwährung

Das heutige China erinnere sehr stark an die Vereinigten Staaten von Amerika zu Zeiten „Bretton-Woods“, so die Analysten von Allianz Global Investors. Damals begann der US-Dollar seinen Aufstieg zur Weltreservewährung: "Neben einem Leistungsbilanzüberschuss wiesen die USA damals ein geringes Haushaltsdefizit aus, entwickelten sich zu dieser Zeit zum Exportweltmeister und im Vergleich zu anderen Staaten war die Verschuldung relativ gering", so die Autoren der Studie.
"Kann es sein, dass sich die Geschichte wiederholt", fragen sie. Die chinesische Währung, der Renminbi (RMB) als neue Weltwährung? Der Weg dorthin scheine zumindest geebnet. Zusätzlich zu den oben genannten Punkten verfüge das Reich der Mitte per Ende 2011 mit 3,2 Billionen US-Dollar über die weltweit größten Devisenreserven. Fast 3 Billionen US-Dollar davon seien in den letzten zehn Jahren angehäuft worden. Anders ausgedrückt bedeutet das, dass die Devisenreserven Chinas pro Sekunde um mehr als 14.000 US-Dollar steigen. Das heißt aber auch, dass Chinas Abhängigkeit vom US-Dollar wächst, die umso größer wird, je höher China eigene Devisenreserven aufgrund von Exportüberschüssen auftürmt. Resultat einer stark exportgetriebenen Wirtschaft.
Wann der Renmimbi tatsächlich zur Weltwährung werde, hänge davon ab, wie schnell die chinesische Regierung den Handel des Renminbis liberalisiere. Für Investoren eröffne sich die Möglichkeit, frühzeitig durch die zunehmend freie Konvertierbarkeit des Renminbi am weiteren Aufwertungspotential der neuen Weltwährung teilzuhaben. Sei es mittels auf RMB denominierten Anleihen oder direkt über die Währungskomponente.
(DIF)
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