21.03.2012 | 05:52 Uhr

Kabinett berät Schäubles Haushaltspläne

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundeskabinett will heute (Mittwoch) die Eckwerte für den Bundeshaushalt 2013 sowie den Finanzplan bis 2016 beschließen. Demnach will Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Schulden schneller abbauen als bisher geplant. Im kommenden Jahr soll die Neuverschuldung auf 19,6 Milliarden Euro gedrückt werden - bei Gesamtausgaben von 300,7 Milliarden Euro.

Im Jahr 2016 soll der Bund bis auf einen Mini-Kredit von gut einer Milliarde Euro praktisch ohne neue Schulden auskommen. Das hat es das letzte Mal 1969 gegeben. Die Schuldenbremse will Schäuble schon 2014 einhalten - zwei Jahre früher als vom Grundgesetz vorgegeben. Für den Defizitabbau kürzt Schäuble aber auch Zuschüsse für Sozialkassen.

In diesem Jahr steigt die Nettokreditaufnahme durch die Finanzierung des künftigen Euro-Rettungsschirms ESM auf 34,8 Milliarden Euro. Wegen der ESM-Finanzspritzen ist ein Nachtragshaushalt fällig, der heute ebenfalls vom Kabinett beschlossen werden soll.

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Volkswirtschaft

  • 21.03.2012 | 10:53 Uhr

    Bank of England: Entscheidung zu Anleihekäufen fällt erneut nicht einstimmig

    LONDON (dpa-AFX) - Die Bank of England hat bei ihren jüngsten Entscheidungen abermals nicht mit einer Stimme gesprochen. Zwei der insgesamt neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sprachen sich Anfang März für eine Erhöhung der Anleihekäufe um 25 Milliarden Pfund aus, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) der Notenbanksitzung hervorgeht. Damit stemmten sie sich gegen die Mehrheitsmeinung, das Programm unverändert bei 325 Milliarden Pfund zu belassen. Der Beschluss, den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent zu lassen, fiel indes einstimmig.

  • 21.03.2012 | 10:39 Uhr

    EZB-Mitglied Asmussen warnt vor Überhitzung am deutschen Immobilienmarkt

    HAMBURG (dpa-AFX) - Jörg Asmussen, Mitglied im geschäftsführenden Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), hat sich besorgt über jüngste Preissteigerungen am deutschen Immobilienmarkt gezeigt. Zwar gebe es derzeit europaweit keine Anzeichen für spekulative Übertreibungen, in einigen Regionen Deutschlands würden die Preise für Immobilien aber spürbar steigen, sagte Asmussen der Wochenzeitung "Die Zeit" (Donnerstag). Diese Entwicklung müsse aufmerksam verfolgt werden.

  • 21.03.2012 | 08:57 Uhr

    Volvo-Chef: Prognosen für E-Autos zu optimistisch - einheitliche Förderung fehlt

    HAMBURG (dpa-AFX) - Der Chef des schwedisch-chinesischen Autobauers Volvo sieht die offiziellen Prognosen für den Verkauf von Elektroautos als zu optimistisch und fordert eine europaweit einheitliche Verkaufs-Förderung. "In Europa, auch von der EU-Kommission, wurden Zahlen genannt, dass in Europa im Jahr 2020 zehn Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge reine Elektroautos sind. Das halte ich für deutlich zu optimistisch", sagte Stefan Jacoby der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe).

  • 21.03.2012 | 08:47 Uhr

    Fed-Chef Bernanke: Notenbank steht bereit - Europa muss mehr tun

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Die amerikanische Notenbank Fed könnte nach Worten ihres Chefs Ben Bernanke an den Finanzmärkten erneut eingreifen. Die Fed sei bereit, vorhandene Instrumente zur Stabilisierung der Märkte einzusetzen, sollte dies notwendig werden, heißt es einer am Mittwoch vorab veröffentlichten Rede Bernankes, die er am Nachmittag im Rahmen einer Anhörung vor einem Kongress-Ausschuss halten wird. Die Notenbank beobachte die Gesamtlage nach wie vor sehr genau, hieß es weiter.

  • 21.03.2012 | 07:43 Uhr

    Wahltermin in Griechenland soll nächste Woche bekanntwerden

    ATHEN (dpa-AFX) - Der Termin der vorgezogenen Wahlen in Griechenland soll in der kommenden Woche feststehen. Das sagte der griechische Regierungssprecher Pantelis Kapsis am Dienstag. Griechische Medien gehen davon aus, dass die Wahl am 29. April oder spätestens am 6. Mai stattfinden wird. Umfragen deuten auf einen harten Wahlkampf zwischen Befürwortern und Gegnern des Spar- und Stabilisierungsprogramms hin. Die beiden Traditionsparteien, die Konservativen und die Sozialisten, sind dafür. Dagegen sprechen sich die Parteien der Linken sowie rechtsextremistische und ultrakonservative Parteien aus.

  • 21.03.2012 | 07:41 Uhr

    Athener Parlament billigt Rettungspaket

    ATHEN (dpa-AFX) - Das Parlament in Athen hat am frühen Mittwochmorgen erwartungsgemäß das Rettungspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro für das vom Bankrott bedrohte Griechenland gebilligt. Für das Gesetz stimmten 213 Abgeordnete der Sozialisten und Konservativen sowie einige unabhängige Parlamentarier. Dagegen stimmten 79 Abgeordnete der linken und rechtsgerichteten Opposition. Dies teile das Parlamentspräsidium mit. Damit hat die Regierung unter dem Finanzexperten Lucas Papademos alle nötigen Gesetze zur Rettung des Landes durchs Parlament gebracht.

  • 21.03.2012 | 07:01 Uhr

    'SZ': Bürgschaft Deutschlands könnte auf 280 Milliarden Euro steigen

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Bürgschaften Deutschlands im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise könnte einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge zumindest vorübergehend von 211 auf 280 Milliarden Euro steigen. Die Weichen für eine Ausdehnung des Euro-Rettungsschirms sollten beim Treffen der Euro-Finanzminister Ende März in Kopenhagen gestellt werden, berichtet die Zeitung (Mittwoch).

  • 21.03.2012 | 06:00 Uhr

    Von der Leyen will Selbstständige zur Altersvorsorge verpflichten

    BERLIN (dpa-AFX) - Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will ab 2013 auch Selbstständige dazu verpflichten, für das Alter vorzusorgen, um Altersarmut zu verhindern. Das berichten übereinstimmend die "Süddeutsche Zeitung" und die "Berliner Zeitung" (Mittwoch). Wofür sie sich dabei entscheiden, ob Lebensversicherung, private oder gesetzliche Rentenversicherung oder Rürup-Rente, bleibe ihnen überlassen, schreibt die "Süddeutsche". Diejenigen, die nichts nachweisen können, will von der Leyen aber in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichern.

  • 21.03.2012 | 05:58 Uhr

    'Welt': EU-Kommission will Schwarzarbeiter-Kontrollen erschweren

    BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission plant einem Medienbericht zufolge ein Erschweren von Schwarzarbeiter-Kontrollen. "Kontrollen dürfen nur durchgeführt werden, wenn (....) die nötigen Informationen nicht auch vom Arbeitgeber entsandter Arbeiter oder von dessen Herkunftsland erhalten werden können", zitiert die Zeitung "Die Welt" (Mittwoch) aus einem Gesetzentwurf, den Sozialkommissar Laszlo Andor am Mittwoch vorstellen wolle. Dem Bericht zufolge würden die Möglichkeiten zur Kontrolle ausländischer Arbeitskräfte, die zeitweise nach Deutschland entsandt seien, damit erheblich eingeschränkt.

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