16.05.2012 | 23:06 Uhr

USA mahnen Europa vor G8-Gipfel: Mehr gegen die Krise tun

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA haben Europa vor dem G8-Gipfel aufgerufen, entschlossener gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise vorzugehen. Zwar wolle man Europa keine Vorschriften machen. Doch es müssten "weitere Schritte" unternommen werden, sagte Regierungssprecher Jay Carney am Mittwoch in Washington. Dabei gehe es um mehr Wachstum, die Errichtung einer Feuerwand gegen Spekulationen auf den Finanzmärkten sowie notwendige Reformen in EU-Krisenländern.

Präsident Barack Obama wolle sich beim Treffen der größten Industrieländer und Russlands (G8), das an diesem Freitag in Camp David bei Washington beginnt, vor allem für mehr Wachstum und mehr Jobs einsetzen. "Sie müssen die Notwendigkeit von Wachstum in Europa ansprechen sowie die Notwendigkeit, den Menschen Arbeit zu geben, vor allem jungen Menschen in Europa", forderte Carney.

Erneut betonte Carney, dass Obama bereits seit Jahren mehr Unterstützung für Wachstum fordere. "Wir sagen seit einiger Zeit, dass Wachstum ein Faktor sein muss in Europa." Es gehe um einen "ausgeglichen Ansatz", der Sparen, aber auch Wirtschaftswachstum ins Auge fasse.

Die Europäer hatten bereits zuvor deutlich gemacht, dass sie sich in Camp David gegen US-Kritik an ihrem Management der Schuldenkrise wehren wollten. "Wir werden das in den richtigen politischen und wirtschaftlichen Kontext setzen", sagte ein Diplomat in Brüssel.

Carney wollte allerdings Berichte nicht eindeutig bestätigen, wonach die USA in Camp David einen Vorstoß zu einer breiter angelegten Freigabe von Ölreserven starten wollten. "Ich habe keinen Kommentar zu den strategischen Ölreserven", sagte er vor Journalisten.

Allerdings fügte Carney hinzu: "Beim G8-Gipfel steht die Weltwirtschaft auf der Tagesordnung. Der globale Ölmarkt ist Teil der Weltwirtschaft."

Der um seine Wiederwahl kämpfende Obama könnte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa die europäischen Partner dazu auffordern, die Freigabe von Ölreserven zu unterstützen. Ziel sei es, die Preise zeitweilig zu drücken und dadurch Industrie und Wirtschaft zu helfen.

Wie in Brüssel weiter bekanntwurde, ist ein solches Vorhaben im Kreis der größten Industriestaaten und Russlands umstritten. Während Großbritannien und Frankreich offen für den Vorstoß aus Washington seien, sehe Berlin das Vorhaben skeptisch.

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Volkswirtschaft

  • 17.05.2012 | 10:19 Uhr

    ROUNDUP: Entwicklungsorganisation mahnt klares Signal von G8-Gipfel an

    BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem G8-Gipfel in den USA hat die internationale Entwicklungsorganisation One deutlich höhere Hilfszusagen für die ärmsten Länder der Welt gefordert. "Die Lage ist weiter dramatisch", sagte One-Deutschland-Chef Tobias Kahler der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. "Über eine Milliarde Menschen gehen immer noch jeden Abend hungrig ins Bett." Deutschland stehe da in einer besonderen Pflicht. Die Organisation One wurde von U2-Sänger Bono mitgegründet.

  • 17.05.2012 | 09:34 Uhr

    Interimsregierung in Athen vereidigt

    ATHEN (dpa-AFX) - In Athen ist am Donnerstagmorgen die griechische Interimsregierung vereidigt worden. Das 17-köpfige Gremium unter Ministerpräsident Panagiotis Pikrammenos soll das Land einen Monat lang bis zu den Wahlen am 17. Juni führen. Das wichtige Ressort der Finanzen übernimmt Georgios Zannias, ein hoher Beamter aus dem Finanzministerium. Er hat eng mit allen bisherigen Finanzministern zusammengearbeitet und Griechenland in den vergangenen Jahren bei allen wichtigen Treffen in der EU vertreten. Das Außenministerium übernimmt der erfahrene Karrierediplomat Petros Molyviatis.

  • 17.05.2012 | 09:15 Uhr

    ROUNDUP: Japans Wirtschaft überraschend stark gewachsen - Risiken bleiben

    TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Wirtschaft erholt sich schneller von den Folgen der Naturkatastrophe vor gut einem Jahr als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres überraschend deutlich um eine hochgerechnete Jahresrate von real 4,1 Prozent, wie die Regierung am Donnerstag in Tokio auf vorläufiger Basis bekanntgab. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

  • 17.05.2012 | 09:01 Uhr

    'FT': Britischer Premier Cameron sieht 'Eurozone am Scheideweg'

    LONDON (dpa-AFX) - Der britische Premierminister David Cameron fordert einem Zeitungsbericht zufolge rasches Handeln von den Politikern der Eurozone und warnt vor einer Auflösung des Währungsraums. "Die Eurozone steht am Scheideweg", werde Cameron am Donnerstag in einer Rede vor Geschäftsleuten in England sagen, berichtet die "Financial Times" (FT). Eine stabile Eurozone brauche eine effektive Brandmauer, gesunde und regulierte Banken sowie ein System der Lastenteilung zwischen den Mitgliedern und geldpolitische Unterstützung durch die Notenbank. Andernfalls sehe die Eurozone ihrem "potenziellen Auseinanderbrechen" entgegen. Ein solches Szenario berge große Risiken, sagte der britische Regierungschef.

  • 17.05.2012 | 07:35 Uhr

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  • 17.05.2012 | 07:35 Uhr

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  • 17.05.2012 | 05:37 Uhr

    Pressestimme: 'Westdeutsche Zeitung' zu Fußball

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Westdeutsche Zeitung" zu Fußball:

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    KÖLN (dpa-AFX) - "Kölner Stadt-Anzeiger" zur Entlassung von Röttgen:

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