21.02.2012 | 12:38
Thema des Monats Februar 2012
Hohe Schuldenlasten im öffentlichen und privaten Sektor und ein angespanntes Finanzsystem bereiten in vielen etablierten Industriestaaten Sorgen. Asien (ohne Japan) präsentiert sich hier im Allgemeinen weitaus gesünder, was ebenfalls für die Wachstumsdynamik gilt. Zwar blieb und bleibt die Region von den Problemen der westlichen Industrieländer und Japans nicht unberührt. Die Bilanzen vieler Unternehmen und der meisten Staaten sind allerdings immer noch ausreichend solide. Es ist generell genügend Liquidität vorhanden. Unternehmen und Staaten sind vergleichsweise gering verschuldet. Das alles spricht für die Widerstandsfähigkeit der Region. Asien dürfte längerfristig seinen Wachstumsvorsprung behalten. Das bestätigen auch die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom September letzten Jahres:



Themen für den langfristigen Investor
Ein zentrales Thema ist die demographische Entwicklung, die in Asien keineswegs so gleichförmig oder geradlinig verläuft, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Berücksichtigung von Veränderungen in der Altersschichtung sind von grundlegender Bedeutung, um Muster im Konsum- und Sparverhalten in der Region erkennen zu können. Zwar präsentiert sich der demographische Trend in Asien, insbesondere im Vergleich zum Westen, in den meisten Fällen positiv, aber dies trifft eben nicht auf jedes Land Asiens zu. China beispielsweise befindet sich aktuell in einer glänzenden Situation: Die Abhängigkeitsquote (das Verhältnis der Personen unter 16 bzw. über 60 zu den Personen im erwerbsfähigen Alter) liegt auf einem Allzeittief, d.h. es ist mehr Geld für nicht zwingende Ausgaben vorhanden. Es ist allerdings abzusehen, dass sich diese sehr günstige demographische Situation deutlich ändern wird.
Die chinesische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Wirtschaft künftig anders aufzustellen. Angestrebt ist ein Übergang vom exportgetriebenen Wachstum hin zu einem Wachstum, das von der Binnennachfrage getragen wird. Zu diesem Zweck fördert die Regierung das Lohnwachstum und stärkt das soziale Sicherheitsnetz, so dass eine geringere Notwendigkeit zum Sparen besteht. Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Menschen auf ein höheres verfügbares Einkommen zurückgreifen und sich damit Konsumartikel kaufen können, die sie sich vorher nicht leisten konnten.
In Indien, Indonesien und den Philippinen entwickeln sich die demographischen Daten derzeit überaus günstig und verheißen attraktive Wachstumsaussichten. Im Gegensatz dazu sind die Wachstumsperspektiven in Südkorea mit seiner vollständig urbanisierten und alternden Bevölkerung eher mit Japan vergleichbar und erfordern daher auch eine ähnliche Herangehensweise.
Ein weiteres für Asien wichtiges Thema kann man unter den Begriff „Vernetzte Welt“ fassen. Angesprochen wird damit der beispiellose Wandel, der sich in vielen Geschäftsfeldern aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Technologie vollzieht. Netzwerke, Systeme, Prozesse und viele andere Produkte werden durch eine Reihe von Technologien zunehmend reaktionsschneller und intelligenter. Auch die wachsende Verbreitung von Smartphones und das steigende Datenaufkommen sollten sich in Effizienz- und Produktivitätssteigerungen niederschlagen sowie die Herstellung noch spezifischerer und passgenauerer Produkte ermöglichen.
Ein weiteres Thema, das in Japan und vielen westlichen Ländern schon länger auf der Agenda steht, wird in Asien mittelfristig auch eine Rolle spielen: zunehmende Nachfrage nach Leistungen des Gesundheitssektors angesichts alternder Gesellschaften.
Der Charme von Dividendentiteln
Für die Konzentration auf Dividendentitel sprechen zwei Gründe:
Zum einen sind Dividenden ein wesentlicher Bestandteil des langfristigen Gesamtertrages eines Anlegers. Zum zweiten kann die Dividendenrendite als Hilfsmittel dienen, um den geeigneten Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu bestimmen: Wenn die Rendite einer Aktie wegen fallender Kurse steigt, spricht dies häufig für ein Engagement; wenn die Rendite einer Aktie aufgrund steigender Kurse fällt, liegt oft ein Verkauf nahe.
Die Dividenden sind mehr als nur ein Teil des Gesamtertrages einer Aktie. Sie sind auch der greifbare Beweis für die Profitabilität eines Unternehmens. Das Management zeigt durch regelmäßige Dividenden seine Fähigkeit positive Cash Flows zu erwirtschaften. Ein wichtiger Punkt ist die Stabilität der Dividenden. Eine etablierte Dividende signalisiert die „Gesundheit“ des Unternehmens und die Leistung des Managements, in jeder Konjunkturlage Ausschüttungen für die Anleger zu generieren.
1995 kamen weltweit lediglich 16,3% der Aktien mit Dividenden von über 3% aus Asien. 2010 waren es bereits 26%. Seit 2000 stammten 42% des in der Region generierten Gesamtertrages aus Dividenden (Quelle: CLSAAnalysen). Angesichts dieser Entwicklung bietet Asien ein geeignetes Umfeld für ein auf hohe Dividenden fokussiertes Engagement.
Ein Fonds der sich dem oben skizzierten Thema widmet ist der Newton Asian Income Fund. Informationen zu diesem Fonds sowie die individuellen Angaben zu Chancen und Risiken finden Sie hier:
Newton Asian Income Fund
