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17.07.2012 | 08:42

Monatsbericht Juni 2012

Im neuen Monatsbericht "Fata Morgana" erfahren Sie, wie das Fondsmanagement die Ethna Funds auf Basis der derzeitigen Markteinschätzung positioniert.

„Fa|ta Mor|ga|na, die“: aus dem Italienischen: Fee Morgana. Eine Fee, auf die der Volksglaube die Erscheinung der Luftspiegelung zurückführt, die in der Straße von Messina besonders häufig zu beobachten ist.

Eine Fata Morgana ist nicht eine Sinnestäuschung oder Illusion, sondern eine Luftspiegelung, bei der entfernte Teile einer Landschaft näher gerückt scheinen oder Wasserflächen vorgegaukelt werden.

Soweit zur Definition im Duden. Aber wo ist die Relevanz zum Monatsbericht? Nun, der Autor stand noch unter dem Eindruck der deutschen Niederlage im EM-Halbfinale gegen Italien, als der Kapitalmarkt am letzten Tag des vergangenen Monats die Ergebnisse des Eurogipfels zum Anlass nahm, wieder in den „Risk-On“ Modus zu wechseln. Eindeutig eine Folge einer der berüchtigten Fata Morganas, die Verdurstenden in der Wüste nach landläufiger Meinung gelegentlich Rettung in Form einer nahen Oase vorgaukeln, obwohl eben jene noch weit hinter dem Horizont verborgen liegt.

Gleiches lässt sich über die Eurorettung sagen. Die Beschlüsse des letzten Gipfels lassen sich beliebig als Sieg oder Niederlage für den einen oder anderen Politiker werten, und sie sind sicherlich ein weiterer Schritt in Richtung politischer und fiskalischer Union in der Eurozone. Aber sie stellen in jedem Fall erst einen zukünftigen Schritt dar. Der dauerhaft aufgespannte ESM Rettungsschirm, der nun eingesetzt werden soll, um Banken unter bestimmten (noch nicht exakt definierten) Bedingungen direkt zu rekapitalisieren, existiert noch gar nicht, solange das Bundesverfassungsgericht noch nicht geurteilt hat. Des Weiteren ist die Bedingung, an die der Einsatz des ESM geknüpft wurde, die Errichtung einer europäischen Bankenaufsicht unter Einbeziehung der EZB, auch kein „Sommerprojekt“ sondern dürfte mindestens Monate dauern, wenn nicht gar länger.

Die Märkte hingegen agierten sehr erleichtert, was aber auch in dem Zusammenhang zu interpretieren ist, dass die Erwartungen an den Gipfel Richtung „Null“ tendierten. So aber war die Erleichterung förmlich mit Händen zu greifen! Der letzte Handelstag im ersten Halbjahr 2012 war notwendig, um zu einer positiven Bewertung für die abgelaufenen 6 Monate zu gelangen. Grafiken 1 und 2 zeigen den relativen Verlauf ausgewählter Aktienindizes und auch deutlich den Effekt des letzten Handelstages. Somit schlossen selbst schwächelnde Indizes wie der CAC40 fast im positiven Bereich.

Der Monatsbericht im pdf-Dokument.

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